Schauspielerpack

Ja, ich mach mich bei Gelegenheit auch gerne mal lustig über das Schauspielerpack und die Starallüren der lokalen Helden. Aber wenn jemand so was drauf hat, dann macht das alles wieder wett.

Und das sind nur zwei von 14 wunderschönen Videos bei der New York Times unter dem Titel „Fourteen Actors Acting„.

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Gedanken zum Advent

Nicht nur, aber auch für C. Und nicht nur, aber auch, weil heute der 8. Dezember ist.

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Wenn Medien schlammpen

Wie häufig Zeitungen Berichte schreiben, bevor überhaupt was passiert ist, kann man natürlich nicht abschätzen, und wahrscheinlich fällt es meistens nicht auf. Ein Österreichisches Boulevardblatt hat nun aber dummerweise eine Geschichte nicht nur geschrieben, sondern auch gedruckt, obwohl dann alles ziemlich anders kam:

Unfall? Welcher Unfall? Die Boulevardzeitung „Österreich“ hielt „Wetten, dass..?“ für so vorhersehbar, dass sie den Bericht schon vor der Sendung fertig hatte: „So rockte Robbie Gottschalk“ stand auf der Titelseite – doch die Show wurde abgebrochen, bevor Take That hätten auftreten sollen.

Wien/Hamburg – „Gottschalk: Robbie holte Show aus dem Koma“ – so überschrieb die Wiener Tageszeitung „Österreich“ einen Artikel über den Auftritt von Take That bei „Wetten, dass..?“ am Samstag. Nur: Bekanntlich wurde die Show abgebrochen, nachdem ein Wettkandidat sich beim Versuch, mit Sprungfedern über fahrende Autos zu springen, schwer verletzte. Take That waren als Showhöhepunkt geplant, doch zu ihrem Auftritt kam es nicht mehr. Besonders makaber an der Titelzeile des Blattes: Der Kandidat Samuel K. wurde am Sonntag in ein künstliches Koma versetzt. Sein Zustand gilt als kritisch. Quelle: SpiegelOnline.

Wie hoch wohl da die Dunkelziffer ist?? Und könnte so was auch in der Schweiz passieren?

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Gedanken zum 2. Advent

„Der Spießer ist der moderne Massenmensch. Er hat die Zweiteilung von Privat und Öffentlich, von Beruf und Familie so weit getrieben, dass er noch nicht einmal in seiner eigenen identischen Person eine Verbindung zwischen beiden entdecken kann. Wenn sein Beruf ihn zwingt, Menschen zu morden, so hält er sich nicht für einen Mörder, gerade weil er es nicht aus Neigung, sondern beruflich getan hat. Aus Leidenschaft würde er nicht einer Fliege etwas zuleide tun.“

Hannah Arendt, 1946

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Katar, Probleme und Ausländer

Der Blick hat sich die Mühe gemacht, ein paar Probleme zusammen zu tragen, die bei der WM 2020 in Katar auf „uns“ zukommen:

Alkohol

Obwohl der Blick beton, Katar sei was Alkoholkonsum angeht toleranter als andere islamische Länder, macht man sich Sorgen, dass sich die Fans vor Ort nicht wie gewohnt die Birne volllaufen lassen werden können.

Homosexualität

Weiter wird betont, dass auch Homosexuelle in Katar ein Tabu sind – als ob es in der Schweiz für Schwule eine gute Idee wäre, in einer Fanmeile zu knutschen.

Prostitution

„Prostitution ist kaum vorhanden“, klagt der Blick über Katar. Als ob es ein Menschenrecht wäre, während einer WM eine Frau kaufen zu können.

Sexy Frauen

„Vor allem von Frauen wird dezente Kleidung erwartet. Sexy Fans auf den Tribünen wie bei vergangenen Weltmeisterschaften werden kaum toleriert werden“ fürchtet der Blick. So ein Mist auch, was soll man dann wochenlang berichten von der WM, wenn man nicht Fotos von barbusigen Ladies daneben stellen kann?

Drogen

„Was sich Fussballfreunde ebenfalls merken sollten – und was auch für die WM kaum lockerer gehandhabt wird: Der Konsum und der Handel mit Drogen werden schon bei geringsten Mengen mit langjährigen Gefängnisstrafen bis 30 Jahren bestraft“, schreibt der Blick. Wenn Ausländer in der Schweiz mit Drogen handeln, soll man sie also ausschaffen, wenn Schweizer „Fussballfans“ das in Katar nicht dürfen, soll das hingegen ein Problem sein?

Das sieht so aus, als ob für eine gelungene WM vor allem Alkohol, Drogen, Prostituierte und sexy Ladies nötige wären. Von einem Aufruf, die Landesgesetze zu respektieren, wie man das (nicht nur) im Blick „unseren Ausländern“ ständig zuruft, ist nichts zu spüren. Und ich will mir erst gar nicht die Schlagzeilen vorstellen, wenn eine Zeitung in Katar sich erlauben würde, das Burkaverbot zu kritisieren, wenn eine WM in Frankreich stattfinden würde…

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Nur 6% für Doppel-Nein??

Ich bin so schockiert, dass ich das ganze gar nicht gross kommentieren kann. Dank einem Hinweis von Urs Lee auf die Analyse der Zürcher Gemeinderesultate der Abstimmungen vom 28.11.2010 von Peter Moser (hier einsehbar) weiss ich jetzt, dass nur 6% der Leute*  nicht den Eindruck hatten, dass sie sich zwischen Scheisse und Kacke entscheiden müssen, sondern sowohl zu Scheisse als auch Kacke nein sagten. Dabei stinken beide braunen Haufen.

Lesehilfe: Ungefähr 4% der Urnengänger legten bei der Ausschaffungsvorlage ein „Doppelja“ ein, rund 43% lehnten die Initiative ab und akzeptierten gleichzeitig den Gegenvorschlag. Zu beachten ist, dass es sich um statistische Schätzwerte handelt. Das 95%-Vertrauensintervall beträgt jeweils etwa +-2.5 Prozentpunkte.

Grafik und Quelle: Statistisches Amt des Kantons Zürich.

Nicht mal ich kann da optimistisch bleiben.

* im Kanton Zürich jedenfalls, wird aber wohl auch anderswo so gewesen sein.

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Interkulturelles Missverständnis

Vorurteile können Wahrnehmungsstörungen hervorrufen.

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Edit: ups, da hatte ich vorher das flasche Video verlinkt!

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