Archiv der Kategorie: wissenschaft

Systemtheoretischer Gottesbeweis

Wenn wir davon ausgehen, dass Kommunikation beim Empfänger passiert, dann wimmelt es nur so von Gottesbeweisen. Wobei, das sag ich vielleicht lieber nicht bei der Prüfung.

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Bildanalyse für Anfänger

Das Bild (zu einem Artikel über die grauenhafte Situation von Frauen in Tschetschenien von NZZonline):

Interpretation 1:

Widerlich, diese hinter den beiden Frauen hämisch hergrinsende Soldateska mit ihrer vermutlich demütigenden Witzsprüchen. Es zeigt sich auch hier wieder die männerdominante Fratze des Islams, der die Frau als lustdienendes Objekt oder dann als Gebärmaschine betrachtet. (Kommentar Hans Vögtlin)

Interpretation 2:

Ich sehe auf dem Bild zwei junge Frauen, händchenhaltend, dekorativ geschmückt, farbenfroh gekleidet, evtl. bei einem Einkaufsbummel. Im Hintergrund ein paar junge Soldaten oder Polizisten, die eine langweilige Wahlveranstaltung sichern müssen, freundlich in die offensichtlich vorhandene Kamera lächelnd oder auch den jungen Frauen Komplimente zurufend, wahrscheinlich weil sie in ihrem militärischen Zwangsalltag nur selten schöne Frauen zu sehen kriegen. (Kommentar Eugen Maus)

Interpretation 3:

Ihre Bildbeschreibung ist jedenfalls absurd: die beiden Mädchen sind zwar westlich gekleidet, man sieht aber sofort – trotz Unschärfe – dass sie extrem bedrückt sind, sich offensichtlich unwohl fühlen.
Es sind höchstwahrscheinlich Mädchen, die von Kadyrow und/oder seinen Truppen misbraucht werden. Daher sind sie zwar hübsch gekleidet, aber weder frei noch glücklich. Die Männer im Hintergrund lachen sie ganz klar hämisch an. Wahrscheinlich weil sie schon darauf zählen, sie später misbrauchen zu können. (Kommentar Stefan Metzeler)

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Schlechte Erfahrungen im Internet

„Zwölf Prozent der europäischen Kinder, die das Internet nutzen, machen online negative Erfahrungen.“

Das jedenfalls haben Wissenschaftler herausgefunden, wie hier berichtet wird (mehr zur Studie hier).

„Eltern sind sich häufig der Gefahren nicht bewusst und wissen nicht, was ihr Kind online tut: So behauptet etwa die Hälfte der Eltern jener Kinder, die bereits online gemobbt wurden, ihrem Kind wäre Derartiges noch nicht passiert.“ (auch von hier)

Als ob Eltern immer wüssten, was ihre Kinder so im realen Leben treiben, und als ob Eltern eine Ahnung davon hätten, wann ihr Kind jeweils gehänselt wird. Wenn man davon ausgeht, was ich jedenfalls tue, dass in der realen Welt 100% aller Kinder schlechte Erfahrungen machen, ist das ein extrem überraschendes, positives Ergebnis für das Internet.

Will man Kinder vor schlechten Erfahrungen schützen, schickt man sie wahrscheinlich lieber ins Internet als in die Schule.

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Evolution, Gender & Bologna

Die Erkenntnis traf uns wie ein Blitz: die zunehmende Feminisierung von Hochschulen findet auch Ausdruck in der Bologna-Reform. Das alte System war auf das Erjagen einer grossen, gefährlichen Schlussprüfung ausgelegt, wo es um alles oder nichts, Tod oder Leben ging. Hier konnten Männer ihren evolutionär bedingten Jagdinstinkt optimal zur Geltung bringen. Bologna hat nun aber das Studium total feminisiert: neu geht es um das Sammeln von Punkten, was wiederum Frauen zu Gute kommt, die schon als Höhlenbewohnerinnen den ganzen Tag lang mit dem Sammeln von Beeren, Früchten und Pilzen beschäftigt waren.

Seltsam, dass der SVP dieser Zusammenhang noch nicht aufgefallen ist!

p.s. Danke an Herrn M., ohne den ich weder auf die Idee gekommen wäre noch von „wir“ schreiben könnte.

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BloZ: Blocher und die Basler Zeitung

Der Artikel von Lukas Häuptli in der gestrigen NZZ am Sonntag ist in aller Munde bzw. in allen Blogs (klar, bei infamy, aber auch hier, hier oder hier): Dr. Christoph Blocher soll der Basler Zeitung zu schwarzen Zahlen verhelfen, so jedenfalls lautet der Auftrag an seine Beratungsfirma Robinvest. Ob Dr. Blocher auch Einfluss auf die politische und publizistische Ausrichtung der Zeitung hat bzw. haben wird, lasse sich nicht abschliessend beantworten, schreibt Lukas Häuptli vorsichtig. Dass er das tun wird bzw. bereits tut, bezweifelt wohl aber niemand ernsthaft, schliesslich ist er ja in erster Linie Politiker und nicht Medienexperte.

Ich bin jedenfalls gespant, welcher Medienwissenschafter sich diese Fallstudie als erster unter den Nagel reisen wird. Für all die Hobby-Medienforscher unter uns eine kleine Skizze als Inspiration für das Forschungsdesign.

Quelle: Brettschneider, Frank (2002): Wahlen in der Mediengesellschaft. Der Einfluss der Massenmedien auf die Parteipräferenz, in: U. von Alemann und S. Marschall (Hrsg.), Parteien in der Mediendemokratie, Wiesbaden, S. 59.

 

Und weil es so gruselig ist, noch das hier:

Quelle: Blochers Webseite.

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Definition Konstruktivismus

Unter Konstruktivismus ist ein Bildungsmodell zu verstehen, das davon ausgeht, dass der Schüler das zu Erlernende in individuellem Lerntempo selber erarbeitet, dass er sich also Schritt für Schritt gleichsam seine eigene Welt konstruiert. Diese Reform basiert auf dem Glauben, dass beim Schüler das, was er selber erarbeitet hat, am ehesten haften bleibt.

Quelle: SVP-Schulkinder-Report

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Echte Wissenschafter erkennen

Mit Dank an Frau Rhabarber 🙂

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Edit: Originalquelle hier – thanks & sorry!

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