Archiv der Kategorie: universität

Systemtheoretischer Gottesbeweis

Wenn wir davon ausgehen, dass Kommunikation beim Empfänger passiert, dann wimmelt es nur so von Gottesbeweisen. Wobei, das sag ich vielleicht lieber nicht bei der Prüfung.

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter bildung, universität, wissenschaft

Schon wieder Uni

image

Im Vergleich zu Schweizer Universitäten haben die Unis in Deutschland schon häufig was Schäbiges – nur schon was für Möbel die Professoren in den Büros stehen haben. Im Gegensatz zur Ausstattung der Uni Luzern etwa sucht man da vergeblich nach USM-Möbeln…

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter bildung, universität

Uni von innen

image

Voilà – Weil mir das Bild so gut gefiel und ich von meinem heutigen Uni-Besuch einen Beweis posten wollte. Vor dem Bild, übrigens, herrschte kein Gedränge.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter bildung, freizeit, universität

Studenten fordern Ausländerquoten

Die Protestierenden [Architekturstudenten] verlangten die Aufstockung der Mittel und einen Ausländeranteil von maximal 25 Prozent. (Quelle: NZZonline)

Sehr unschön, finde ich. Vielleicht müssen wir tatsächlich darüber diskutieren*, wie man die Zahl von Studierenden eingrenzen kann, das Kriterium „Ausländer“ halte ich für verführerisch, aber falsch.

Bei den Medizinern, übrigens, die ja in der Schweiz zur Numerus Clausus Prüfung antanzen müssen, sind Ausländer grundsätzlich vom Studium ausgeschlossen (also solche Ausländer, die für das Studium in die Schweiz kommen möchten).** Besonders pervers finde ich daran, dass die Schweiz ja gleichzeitig Massen von ausgebildeten Medizinern „gratis importiert„, weil der Bedarf mit Schweizer Absolventen nicht gedeckt werden kann.

* Vielleicht müssen wir aber auch gar nicht darüber diskutieren!!! Die OECD jedenfalls ist überzeugt, dass die Schweiz von einer höheren Akademikerquote profitieren würde (siehe hier).

** Menschen, deren Eltern in der Schweiz seit mindestens einem Jahr leben und Steuern zahlen und die unter 21 sind bzw. Leute mit einer C-Bewilligung [gibt’s frühstens nach fünf Jahren in der Schweiz], sind zugelassen, siehe auch hier.

3 Kommentare

Eingeordnet unter bildung, gerechtigkeit, politik, Rassismus, universität

Journalisten lügen!

Nun ist also wissenschaftlich belegt, was wir schon lange alle ahnten: Journalisten lügen!

Colin Porlezza, Stephan Ruß-Mohl und Marta Zanichelli haben bei einer Stichprobe von 1000 Artikeln in Schweizer Medien* jeweils die Hauptquelle kontaktiert und nachgefragt, ob denn alles stimmt, so wie es gedruckt wurde (siehe hier). Rund 50% der Quellen antworteten auf die schriftliche Anfrage. 60% der Befragten (oder genauer: der Antwortenden) stellten dabei Fehler fest. Angeprangert wurden vor allem

  • reisserische Überschriften, die den Tenor des tatsächlichen Geschehens nicht widerspiegeln,
  • entstellte Zitate,
  • falsch wiedergegebene Zahlen und
  • orthographische Mängel.

Das deckt sich weitgehend mit meinen langjährigen Beobachtungen der NLZ – als Müsterchen kann die „Berichterstattung“ des lokalen Monopolblattes diesen Sommer über die Theologische Fakultät der Universität Luzern gelesen werden. Die ausführliche Stellungsnahme der Uni hat schön aufgearbeitet, was da alles schief ging: ja, es wurde falsch zitiert, reisserisch getitelt und falsche Zahl gedruckt, was das Zeug hielt.

Das hat, denke ich, nicht in erster Linie damit zu tun, dass die NLZ zu wenig Journalisten hat, die unter Stress dann nicht seriös arbeiten können (obwohl ich durchaus der Meinung bin, dass es zu wenig Leute hat, und diese unter Stress arbeiten dort). Das hat vielmehr damit zu tun, dass die Verantwortlichen des Lokalblatts glauben, dank reisserischen Überschriften und „aus dem Hut gezauberten Kaninchen“** mehr Leser gewinnen zu können. Das ist meiner Meinung nach Quatsch. Wer die NLZ liest, tut das, weil er in der Region wohnt und sich über Lokales informieren will. Wenn mich primär Skandal-Kaninchen interessieren, lese ich Blick(Online), weil da sind die Kaninchen-Nachrichten ordentlich verpackt (oder eben ausgepackt).

Wahrscheinlich ist es nicht nur die NLZ, die Mühe hat, eine gute (überhaupt eine?) Balance zwischen packenden Titeln & Skandalisierungen und einer informativen Berichterstattung zu finden. Aber wenn das nicht gelingt, wird es bald gar keine Zeitung mehr geben in Luzern. Eine 93-jährige Frau hat mir kürzlich gesagt, sie überlege sich nach über 70 Jahren die Zeitung abzubestellen, weil das „nur noch eine Hetzerei“ sei in dem Blatt; selber würde ich den Quatsch nicht mal gratis in meinem Briefkasten wollen, geschweige dann für „herbeigezauberte“ Infos zahlen. Vielleicht sollte man sich das mit der Gewichtung der Selektoren (siehe hier) nochmals durch den Kopf gehen lassen; auch wenn Medien eine eigene Realität konstruieren, heisst das nicht, dass sie dies beliebig tun können, wenn sie ihr Produkt verkaufen wollen.

* Untersucht wurden Artikel aus der Aargauer, Zeitung und Berner Zeitung sowie der Südostschweiz und dem Zürcher Tages-Anzeiger. Ob das nicht-Untersuchen der Neuen Luzerner Zeitung das Ergebnis wohl beeinflusst hat?

** Zitat Monika Jakobs, Dekanin der Theologischen Fakultät.

p.s. Ja, der Titel ist extra so bekloppt reisserischer gewählt! Ob ich alle Zahlen richtig gecopy-pastet habe kann jeder selber nachprüfen, und so wie ich mich kenne, hat es in diesem Text auch orthographische Mängel – nur auf das Zitateentstellen habe ich bewusst verzichtet.

25 Kommentare

Eingeordnet unter bildung, medien, universität, wissenschaft

War da nicht mal ein Hirn?

Es gibt eine Brain Awareness Woche.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter öffentlicher raum, bildung, Brain Awareness Week, christentum, essen, Feminismus, Film, freizeit, Fussball WM 2010, gender, gerechtigkeit, häusliches, Islam, kultur und truur, Kunst, liebe, medien, Minarett, nachbarn, pendeln, politik, Rassismus, Reisen, selbstkontrolle, sex, Spass, universität, werbung, wissenschaft

Chinesisches Recht V: Kulturelle Revolution

“Just imagine the president of the university coming in here and saying: ‘Hey, no class today, go ahead and beat this professor here! Don’t be shy, it’s all right, just beat him! I will provide you with food and you will get to ride the trains for free!’ You would love that, wouldn’t you?”

Natürlich lachen wir alle über den Versuch unseres chinesischen Professors, uns die Dynamik zu Zeiten der grossen kulturellen Revolution in China zu erklären, und schütteln die Köpfe.

“Hey, lasst uns für all diese Ausländer, diese kriminellen Elemente, ein spezielles Recht machen, das sind ja Kriminelle, warum soll für sie das gleiche Recht gelten wie für uns? Lasst sie uns wegbringen!”

Sollte irgendwann jemand so was vorschlagen, hier, hoffe ich, dass alle lachen und die Köpfe schütteln.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter bildung, politik, Rassismus, universität