Archiv der Kategorie: Minarett

War da nicht mal ein Hirn?

Es gibt eine Brain Awareness Woche.

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Universität Luzern zu klein

Dass sich die SVP gegen gut gebildete Leute wehrt*, ist keine Überraschung, in Luzern aber im Moment ein „heisses Eisen“. Denn was man schon lange munkelt (dem Volk aber nicht gesagt hat!) wird nun kontrovers bei Tele 1 diskutiert: das neue Uni-Luzern Gebäude soll zu klein sein. Es diskutieren SVP-Mann Guido Luternauer (Lieblingszitat: Universitäten sorgen für „zu viele Häuptlinge, aber keine Indianer“) und Verwaltungsdirektor der Uni Luzern Franz Hupfer, moderiert von („ich sag es jetzt mal provokativ“) Oliver Kuhn.

Mit Ausnahme vom (wenig charismatischen) Franz Hupfer gehen die Herren erfrischend uninformiert in die Diskussion – aber vielleicht ist es genau das, was das Gespräch so wunderbar witzig macht. Unbedingt rein schauen in die Sendung vom 18. Mai 2010!!

* „Bildung war entscheidender Faktor: Von den gesellschaftlichen Merkmalen wirkte sich die formale Bildung am stärksten auf den Abstimmungsentscheid aus. Wer als Bildungsabschluss eine Lehre hat, stimmte zu 76 Prozent mit Ja. Wer eine höhere Berufsschule besuchte, war zu 48 Prozent und wer eine Hochschule absolvierte, war nur zu 34 Prozent für ein Minarettverbot.“ Quelle: SR DRS.

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Haare ab bei Frauen ohne Kopftuch!

„Ein Weib aber, das da betet oder weissagt mit unbedecktem Haupt, die schändet ihr Haupt, denn es ist ebensoviel, als wäre es geschoren. Will sie sich nicht bedecken, so schneide man ihr das Haar ab.(…)“

Das obige Zitat stammt nicht aus dem Koran, sondern ist der Lutherbibel entnommen, genauer Kor 11, 5-6. Die Korintherbriefe befinden sich übrigens im Neuen Testament. Lustig irgendwie, was man in der Bibel so alles findet… und ermutigend, dass es „die Christen“ geschafft haben, ein paar altgewordene Zöpfe abzuschneiden im Laufe der Jahrhunderte (oder eben nicht mehr abzuschneiden). Wenn das „die Christen“ geschafft haben, warum sollten das nicht auch „die Moslems“ hinbekommen?

Kommt mir bloss nicht mit muslimistischen Genen!

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Frauenkörper wieder politische Objekte

Ich bin schockiert. So sehr, dass ich den Satz am liebsten nochmals und nochmals aufschreiben möchte. Im November letzten Jahres hatte ich mich über das Feilschen über die Abtreibungen in den USA aufgeregt, schliesslich wurden Abtreibungen aus der health care reform bill raus geschmissen. Und das in einem Land, in dem an den Schulen Aufklärung vielerorts nicht über den Aufruf zur sexuellen Abstinenz hinausgeht.

Was mir damals eine total verrückte Ami-Verschrobenheit zu sein schien, ist nun das Ziel einer Initiative von SVP, CVP, EDU und EVP: Abtreibungen sollen künftig nicht mehr von der obligatorischen Krankenversicherung bezahlt werden, und das ist nur der Anfang.

«Abtreibungen sind keine Krankheit», sagte SVP-Nationalrat Peter Föhn (Schwyz) am Dienstag vor den Medien. Deshalb sollten Abtreibungs-Kosten aus dem Leistungskatalog der obligatorischen Krankenversicherung gestrichen werden. In einem nächsten Schritt seien auch Geschlechtsumwandlungen oder unnötige Kaiserschnitte aus der Grundversicherung zu verbannen. (siehe NZZ)

Ich dachte, das „mein Bauch gehört mir“-Thema sei abgehakt; ist es aber offensichtlich nicht. Der Frauenkörper feiert ein comeback als politisches Objekt. Unter dem dem Titel „Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache“ sollen nun bis am 26. Juli 2011 die nötigen 100’000 Unterschriften gesammelt werden, damit über die folgende Ergänzung der Bundesverfassung abgestimmt werden kann: «Unter Vorbehalt von seltenen Ausnahmen seitens der Mutter sind Schwangerschaftsabbruch und Mehrlingsreduktion im Obligatorium nicht eingeschlossen.»

In den letzten Wochen, nachdem nun Diskriminierung aufgrund von Religionszugehörigkeit wieder in der Schweizer Verfassung verankert ist, hatte ich mich gefragt, wann wohl die Frauen dran sein werden. Seltsam irgendwie, dass es mich jetzt, wo es so weit ist, so schockiert.

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Ordnung im Burka-Salat

Und damit ein für allemal klar ist, was mit Burka eigentlich gemeint ist, hier eine Übersicht

Grafik ist vom Tagi, ich habe sie via islamischewirklichkeiten.

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Minarette und Martinetti

Wenn ich die Kommentare zu „Blick“-Artikeln lese – egal, ob es sich um Minarette handelt oder nun offenbar um Nella Martinetti – fällt mir auf, wie aggressiv, bösartig und besserwisserisch viele dieser Zuschriften sind. Woran das liegt, weiss ich auch nicht. Ich kann es mir nur mit der penetranten Hass- und Sündenbock-Propaganda gewisser Parteien erklären, die auch auf uns „gewöhnliche“ Leute abfärbt. Ich wünsche Frau Martinetti und allen anderen besinnliche Weihnachten.

via Blick. Ohne weiteren Kommentar, nur mit dem Wunsch verbunden, dass all die Wünsche für frohe, besinnliche Weihnachten wenigstens ein bisschen was nützen. Wäre doch schön, wenn wir uns wirklich alle ein bisschen besinnen würden. Auch wenn es nur für ein paar Tage wäre…

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Beschwerde gegen Minarett-Verbot

Hafid Ouardiri hat am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg eine Beschwerde gegen das Minarett-Verbot deponiert. Und die ersten ausländerfeindlichen Kommentare trudeln natürlich auch schon ein, siehe Beschwerde gegen Minarett-Verbot in Strassburg deponiert (Schweiz, NZZ Online).

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