Archiv der Kategorie: bildung

Proudly introducing: The Book

Und ich Glückspilz habe gleich mehrere davon auf Weihnachten bekommen!

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Systemtheoretischer Gottesbeweis

Wenn wir davon ausgehen, dass Kommunikation beim Empfänger passiert, dann wimmelt es nur so von Gottesbeweisen. Wobei, das sag ich vielleicht lieber nicht bei der Prüfung.

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Gedanken zum 2. Advent

„Der Spießer ist der moderne Massenmensch. Er hat die Zweiteilung von Privat und Öffentlich, von Beruf und Familie so weit getrieben, dass er noch nicht einmal in seiner eigenen identischen Person eine Verbindung zwischen beiden entdecken kann. Wenn sein Beruf ihn zwingt, Menschen zu morden, so hält er sich nicht für einen Mörder, gerade weil er es nicht aus Neigung, sondern beruflich getan hat. Aus Leidenschaft würde er nicht einer Fliege etwas zuleide tun.“

Hannah Arendt, 1946

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Nur 6% für Doppel-Nein??

Ich bin so schockiert, dass ich das ganze gar nicht gross kommentieren kann. Dank einem Hinweis von Urs Lee auf die Analyse der Zürcher Gemeinderesultate der Abstimmungen vom 28.11.2010 von Peter Moser (hier einsehbar) weiss ich jetzt, dass nur 6% der Leute*  nicht den Eindruck hatten, dass sie sich zwischen Scheisse und Kacke entscheiden müssen, sondern sowohl zu Scheisse als auch Kacke nein sagten. Dabei stinken beide braunen Haufen.

Lesehilfe: Ungefähr 4% der Urnengänger legten bei der Ausschaffungsvorlage ein „Doppelja“ ein, rund 43% lehnten die Initiative ab und akzeptierten gleichzeitig den Gegenvorschlag. Zu beachten ist, dass es sich um statistische Schätzwerte handelt. Das 95%-Vertrauensintervall beträgt jeweils etwa +-2.5 Prozentpunkte.

Grafik und Quelle: Statistisches Amt des Kantons Zürich.

Nicht mal ich kann da optimistisch bleiben.

* im Kanton Zürich jedenfalls, wird aber wohl auch anderswo so gewesen sein.

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Eingeordnet unter bildung, gerechtigkeit, politik, Rassismus

Interkulturelles Missverständnis

Vorurteile können Wahrnehmungsstörungen hervorrufen.

*****

Edit: ups, da hatte ich vorher das flasche Video verlinkt!

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Bildanalyse für Anfänger

Das Bild (zu einem Artikel über die grauenhafte Situation von Frauen in Tschetschenien von NZZonline):

Interpretation 1:

Widerlich, diese hinter den beiden Frauen hämisch hergrinsende Soldateska mit ihrer vermutlich demütigenden Witzsprüchen. Es zeigt sich auch hier wieder die männerdominante Fratze des Islams, der die Frau als lustdienendes Objekt oder dann als Gebärmaschine betrachtet. (Kommentar Hans Vögtlin)

Interpretation 2:

Ich sehe auf dem Bild zwei junge Frauen, händchenhaltend, dekorativ geschmückt, farbenfroh gekleidet, evtl. bei einem Einkaufsbummel. Im Hintergrund ein paar junge Soldaten oder Polizisten, die eine langweilige Wahlveranstaltung sichern müssen, freundlich in die offensichtlich vorhandene Kamera lächelnd oder auch den jungen Frauen Komplimente zurufend, wahrscheinlich weil sie in ihrem militärischen Zwangsalltag nur selten schöne Frauen zu sehen kriegen. (Kommentar Eugen Maus)

Interpretation 3:

Ihre Bildbeschreibung ist jedenfalls absurd: die beiden Mädchen sind zwar westlich gekleidet, man sieht aber sofort – trotz Unschärfe – dass sie extrem bedrückt sind, sich offensichtlich unwohl fühlen.
Es sind höchstwahrscheinlich Mädchen, die von Kadyrow und/oder seinen Truppen misbraucht werden. Daher sind sie zwar hübsch gekleidet, aber weder frei noch glücklich. Die Männer im Hintergrund lachen sie ganz klar hämisch an. Wahrscheinlich weil sie schon darauf zählen, sie später misbrauchen zu können. (Kommentar Stefan Metzeler)

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Trotz ja zur Ausschaffungsinitiative: die Richtung stimmt

Ja, ich bin wütend. Weil viel zu viele Menschen ein Jahr nach dem Minarett-Debakel offenbar noch immer ein Recht wählen, das Menschen in der Schweiz diskriminiert.

Aber ich bin auch froh, dass es dieses mal eine deutlich kleinere Mehrheit war. Und dass sich spürbar mehr Wähler für eine Politik entschieden haben, die Recht nicht von der Staats- oder Religionsangehörigkeit abhängig macht. Für das Verbot der Minarette fand sich vor einem Jahr eine Mehrheit von 57.5, heute waren es nur noch 52.9%, die sich für Diskriminierung entschieden. Auch die absoluten Zahlen stimmen mich zuversichtlich.

Bild selbstgebastelt, Zahlen von der Bundeskanzlei.

Ich bin dankbar, dass sich so viele Menschen hartnäckig gegen die Initiative engagiert haben (hier, hier, hier und hier, um nur ein paar Beispiele zu nennen). Es hat sich gelohnt. Für mich, weil ich mich nicht ganz so hilflos wie vor einem Jahr fühle. Und weil der Trend klar in die richtige Richtung geht.

Natürlich finde ich das Resultat beschissen. Aber ich bin zuversichtlich, dass die Mehrheit weiter schrumpft und sich irgendwann überhaupt keine mehr findet für solche Scheisse.

p.s. Und ich bin froh, dass es der Gegenentwurf nicht geschafft hat, weil wenn das Parlament anfängt unter dem Druck der SVP solchen Mist durchzukriegen, wird es hierzulande noch deutlich ungemütlicher.

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