Deutlich zu meiner Freude – Kommentar des Monats

Ich will auch mal so einen schönen Kommentar auf meinem Blog wie Jens Meier einen bekommen hat!!! Hier ein Auszug (!):

Was wollte ich noch sagen… Zu meinem Glück ist das Wort kein einfacher Satz der Foneme, anderenfalls keiner mich verstehen könnte. Meine Zunge ruht nicht auf dem Unterkiefer wie im Grabe, aber stützt stolz mit der Vorderzunge am Oberkiefer ein bisschen höher als Alveolen. Mehr als andere leidet „L“, aber kriegen (wie man spricht: „auf Nüsse“:)) alle Konsonanten noch was. Aber meine Studenten fragen niemals: „Was, was sagen Sie?“. (Ich bin Dozent (Chemie) im Moskauer Universität der Naturordnung. Na, hinter der grausamen „Naturordnung“ steckt die einfache Melioration, aber „aus das Lied kann man das Wort nicht wegwerfen“.) Das Gehirn hört nicht nur Ohren, auch hört sich selbst. Wenn eine nicht deutliche Information von Ohren geht, setzt es ein ähnlich klingendes geeignetes zur Situation Wort ein. Natürlich, von seinem Lexikon. Wenn das Lexikon klein ist, ist ein komischer Effekt. Obwohl, wenn die Situation nicht deutlich ist, ist auch das „interessante“ Ergebnis. In einem Hotel versuchte ich „wohin?“ zu sagen. Die Frau auf der Rezeption fragte erstaunt „Wäsche?“. (Oi, schämte doch ich mich dann meiner schlechten Artikulation se-ehr. Aber kann nur dazu sagen mit Worte von Tjuttschew „Uns gibt’s nicht, vorauszuahnen wie unsres Wort widerhallen, und gibt’s uns das Mitgefühl wie der unirdische Segen“. Ah, ich bemühte mich. Welches Ergebnis ist, weiß nicht. :() Ich habe einige Probleme mit der Tonperzeption, darum lebe in den Schallen ein bisschen länger als andere, und manchmal in den unrichtigen Fonemen. Z.B., in einem Rammsteins Lied klingt „aus“ ? ich redete mich ein Halbjahr zu, dass ich ein „Aus“ höre und kein „Auf“. Na ja, jetzt ich höre richtig hier und in anderen Stellen, aber finde, dass der Halbjahr zu viel ist. Ja, das Gehirn hört sich selbst, frühe, als deutsche Fonemen meinem Bewusstsein neu waren, hörte ich deutlich, dass sich die deutschen Schalle heftig von russischen Schallen unterscheiden. Und jetzt! Mein boshaftes Gehirn (fragend mich nicht :)) tauscht deutschen Fonemen gegen Russische aus seinem Speicher, und finde ich Unterschiede nicht mehr als die Unterschiede zwischen verschiedene russische Menschen. Nur mit seltenen Stimmen nun nehme ich schöne weiche deutsche Fonemen wahr. Leider. Sie sind wirklich schön. Zu meinem Glück verwischen Laute von Rammsteins Lieder sich nicht. Ich grabe mich in die Laute wie in das Daunentuch. Sie alle sind weich! Sie sind gedämpft! Sie sind deutlich zu meiner Freude! Es gibt viel die rauschende, raschelnde, zischende Laute! Es ist erschütternd, wahnsinnig schön! Ich würde sagen – zart… Es ist wie ein Kätzchen – weich, pelzig, warm, gemütlich…

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter bildung, freizeit

Eine Antwort zu “Deutlich zu meiner Freude – Kommentar des Monats

  1. Kim

    WTF!? Wie geil ist das denn? Und noch lustiger: Obendran steht ein Kommentar von mir, das verwirrt mich jetzt vollends…
    Auf jeden Fall grossartig. Danke. Deutlich zu meiner Freude.

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