Zeitverschwendung ist nicht der einzige Nachtheil

„Man liest, nicht um sich mit Kenntnissen zu bereichern, sondern nur um zu sehen, man liest das Wahre und das Falsche prüfungslos durcheinander, und dieß lediglich mit Neugier ohne eigentliche Wißbegier. Man liest und gefällt sich in diesem behaglichen, geschäftigen Geistesmüßiggang, wie in einem träumenden Zustande. Die Zeitverschwendung, die dadurch herbeigeführt wird, ist doch nicht der einzige Nachtheil, welcher aus der Vielleserei entsteht. Es wird dadurch das Müßiggehen zur Gewohnheit und bewirkt, wie aller Müßiggang, eine Abspannung der eigenen Seelenkräfte“

Die obenstehende Kritik bezieht sich nicht etwa auf das Surfen im Internet, sondern ist eine Warnung vor dem Lesen per se, entnommen dem Universallexikon der Erziehungs- und Unterrichtslehre von 1844 (zitiert nach Passig).

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Eingeordnet unter bildung, medien, wissenschaft

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