Verschwendete Forschungsgelder I

Der Artikel im „Journal of Nonverbal Behavior“, über den ich gestern zufällig gestolpert bin, hat mich zu der neuen Reihe „Verschwendete Forschungsgelder“ inspiriert. Die ForscherInnen haben herausgefunden, dass „iconic gestrures“ – also zum Beispiel das Zeigen der Grösse eines Bärens und das Zeigen auf die Stelle, wo man von ihm angefallen wurde? – in erster Linie Informationen darüber vermitteln, wie gross ein Objekt ist und wo es sich befindet. Das ist in der „Nonverbal-Forschung“ allerdings kein wirkliches Novum mehr. Holler, Shovelton und Beattie konnten nun aber zum ersten mal klar zeigen, dass dies in Face-to-Face Situationen genau so stark – und in manchen Fällen sogar stärker! – der Fall ist, wie wenn man Probanden Videos zeigt, in denen jemand „iconic gestrues“ macht! Aber lesen Sie selbst, meine Damen und Herren:

Abstract:  Previous research has shown that iconic gestures are effective at communicating semantic information, particularly about the size and relative position of objects. However, the conclusions of these experiments have been somewhat limited by the fact that the methodology has typically involved presenting gesture–speech samples on video rather than in an actual face-to-face context. Because these different viewing conditions can impact on addressees’ behavior and perception, and therefore potentially impact on the amount of information they receive from gestures, the present study compares the communicative effectiveness of iconic gestures when viewed in a face-to-face context compared to when viewed on video. The results are quite striking in that gestures seemed at least as effective, and in some cases even more effective at communicating position and size information when they occurred in the face-to-face condition compared to video.

Holler, Judith, Heather Shovelton und Geoffrey Beattie (2009): Do Iconic Hand Gestures Really Contribute to the Communication of Semantic Information in a Face-to-Face Context? in: Journal of Nonverbal Behavior, Volume 33, Number 2, S. 73-88.

p.s. Allein der Titel der Zeitschrift ist aber schon ziemlich cool, nicht?

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter bildung, kultur und truur, wissenschaft

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s