Genfer Moschee von Vandalen angegriffen?!

Dass eine Moschee in Genf mehrmals von Vandalen angegriffen wurde, habe ich erst heute mitbekommen, dank einem Artikel in der New York Times. Bei NZZ online habe ich eine entsprechende Meldung vergebens gesucht, über Google News bin ich dann auch diese Meldung der kipa (Katholische Internationale Presseagentur) gestossen. Offenbar wurde die Moschee seit Beginn des Abstimmungskampfes schon dreimal von Vandalen beschädigt bzw. besudelt. Die Meldung wurde beispielsweise von der Wiener Zeitung aufgegriffen, von der Zeit und vom Radio Vatikan (das sich auf eine Meldung der NZZ bezog, die allerdings nicht online zu finden ist).

„Vor der Moschee regelt ein Wachmann eines privaten Sicherheitsdienstes den Verkehr. Polizeiwagen patrouillieren. Erst vor wenigen Tagen warfen Islam-Gegner Pflastersteine auf die Fassade.“ Die Zeit

„Still, the campaign was accompanied by sporadic shows of hostility. Last week, vandals threw stones and a pot of paint at Geneva’s main mosque.“ (NYT)

Es war bereits der dritte Vorfall. Die Moschee von Petit-Saconnex wurde nicht zum ersten Mal das Zielobjekt von Vandalismus. Beim jüngsten Ereignis haben Unbekannte das Gotteshaus mit rosa Farbe beworfen. (Wiener Zeitung)

Irgendwie seltsam ist das ja schon, dass das in der Deutschschweizer Tagespresse total untergegangen ist. Zufälle gibt’s…

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4 Kommentare

Eingeordnet unter öffentlicher raum, gerechtigkeit, medien, Minarett, politik

4 Antworten zu “Genfer Moschee von Vandalen angegriffen?!

  1. rah

    das sind keine zufälle. es wurde wohl einfach nicht für wichtig genug erachtet. das sollte tatsächlich zu denken geben. hast du denn die „welsche“ presse durchforstet?

  2. Hab mal schnell geschaut, und durchaus Berichte in französischsprachigen Medien gefunden. Aber die Nachricht hätte es doch eigentlich über den Röstigraben schaffen sollen, nicht?

  3. rah

    nein. nicht unbedingt. „man“ berichtet nicht gerne über solches, weil ja „nur“ eine einzige moschee betroffen war und da waren die medienschaffenden wohl froh, dass das ennet dem röstigraben war, ergo nicht unbedingt berücksichtigt werden musste…
    hm. oder so 🙂

    • aber immerhin drei mal, das hätte doch „nur eine moschee“ aufwiegen können… interessant bleibt, dass die medien im ausland die angriffe durchaus als berichtenswert einstufen. welcher diskussion wollte man in der deutschschweiz wohl aus dem weg gehen?

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