Für Bären eine Zumutung, für Menschen ok?

Das ganze Tamtam über den Bären Finn, der in Bern einen geistig Behinderten Mann (der wegen einem Plasticksack, wie Blick aufgedeckt hat, in das Bärengehege geklettert ist) angegriffen hat und dann von einem Polizisten angeschossen wurde, nervt mich ungemein. Unzählige Menschen nehmen das Ereignis zum Anlass, über Täter und Opfer, psychische Schäden (beim Bären) und das Vergeben (des Bären) zu diskutieren. Aus den unzählichen Kommetaren, die zu den unzähligen Artikeln abgegeben wurden in den letzten Tagen, hier einer:

Der Einsatz von dieser Art von Munition ist absolut nicht verständlich! Diese Munition ist gemacht um schwere Verletzungen hervorzurufen. Ob der Tod früher oder später eintritt ist nicht relevant, Hauptsache nicht sofort. Das Tier hat natürlich gehandelt. Was man vom Polizist nicht sagen kann. Das war saddistisch! (NZZ online)

Eigentlich würde das Ereignis eine schöne Gelegenheit bieten um darüber nachzudenken, ob denn die „Mannstop-Munition“ gegen Menschen eingesetzt werden sollte. Offenbar lässt man den Sturm aber lieber weiter im Wasserglas wüten und diskutiert darüber, ob man aus Täter-Bären Opfer-Bären machen darf, ob Polizisten Sadisten sind, wenn sie einem geistig Behinderten das Leben reten, und ob wir geistig Behinderte nicht besser (wieder) wegsperren sollten, damit wir in Ruhe eingesperrte Bären bewundern können.

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Eingeordnet unter öffentlicher raum, gerechtigkeit, medien

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