Eklat an Uni Luzern?

Jonas von NZZ Campus berichtet über einen Eklat an der Universität Luzern – das Rektorat provoziere die Studierenden zu einer Besetzung, diese sind aber nicht bereit, irgendwelche Räume in Beschlag zu nehmen. Die Uni Luzern befürchte inzwischen sogar einen Reputationsschaden, weil sich ihre Studierende im Europäischen Studi-Kampf derart passiv positionieren. Ich fand vor allem das Deutsch in der Stellungsnahme der SOL eklatant bedenklich und publiziere gerne die ganze Stellungnahme der SOL zur allgemeinen Unterhaltung:

Jeder Studierende der Uni Luzern muss sich fragen, ob er sich beschweren will. Er muss sich auch noch fragen, ob er sich beschweren darf, bzw. ob es etwas in diesem Maße bei uns zu beschweren gibt.
Wenn wir Studierenden in ein Seminar nicht reinkommen, dann doch meistens weil der Raum zu klein ist, nicht aber, weil der Dozent keine Kapazität für mehr Leute aufweist. Wir haben hier an der Uni Luzern derart andere Verhältnisse als an den grossen Unis in Basel, Bern oder Zürich. Natürlich sind die Beschwerden der dortigen Studierenden gerechtfertigt und auch von unserer Seite absolut zu unterstützen, doch wenn wir uns hier in Luzern umsehen sieht das schon ganz anders aus. Die Betreuungsverhältnisse zwischen Professoren und Studierenden sind deutlich besser, dass müssen wir alle eingestehen. Das Angebot, das uns als Lehre angeboten wird ist durch die Grösse der Uni begrenzt. Sollte dies aber doch mal der Fall sein, kennen wir alle Fälle in denen eine unbefriedigende Lehrveranstaltung eben zu einer Leerveranstaltung wurde. In den häufigsten Fällen haben sich jedoch die Studierenden direkt mit der dozierenden Lehrperson auseinandersetzen können. Und damit sind wir beim wichtigen Thema für die SOL. Wir Studierende haben dank der SOL die Möglichkeit in allen wichtigen, uns betreffenden Kommissionen Mitsprache zu erhalten und unsere Interessen zu vertreten. Dank bester Arbeit der SOL-Vertreter in den letzten Semestern ist diese Meinung innerhalb der gesamten Uni auch oft ernsthaft gefragt. Durch diese Anfragen und unsere Engagement leistet die SOL große Einflussnahme. Die Studierenden in Luzern werden nicht nur gehört, wenn sie etwas fordern, sondern werden von Anfang an in die Prozesse mit einbezogen.
Doch solltet ihr andere Erfahrungen gemacht haben, eure Meinung zu bestimmen Themen selber vertreten wollen oder wenn ihr auch andere Vorschläge einer stärkeren Solidarisierung mit den Studierenden der Unis in Bern, Basel und Zürich ausarbeiten wollt, dann meldet euch bei uns. ( sol_politik@stud.unilu.ch)

Die Uni-Leitung sollte das SOL-Cafe besetzen und die autonome Schule Zürich für Workshops mit den Verfassern einladen, damit dieser Missbrauch der Deutschen Sprache endlich ein Ende nimmt. Sonst holt noch jemand was grosses, schweres und beschwert damit die Verfasser!

p.s. Würde Selbstlob stinken, liefe ganz Luzern mit Atemschutzmasken herum…

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter öffentlicher raum, bildung, freizeit, politik

Eine Antwort zu “Eklat an Uni Luzern?

  1. Gernfried Tempel

    Guten Tag. Vielen Dank für die tollen Ratschläge. Echt super Blogbeitrag! Zu dem Thema habe ich jetzt schon viele gute Hinweise gefunden. Viele Grüße, Gernfried Tempel

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